Vers le front (déc.17)

Du grave au suraigu vive expiration verticale

Le train siffle dans novembre achevé

Et tu frémis au seul souffle de la vapeur

Alarme alarme

Tu relèves ton col

Mince protection contre les froids à venir

Tu écartes une escarbille fichée au coin de l’œil

Les doigts déjà noirs pressent les paupières

Soudain plus rien qu’une brume épaisse

Qui rampe bourrue contre tes bottes

Elle te monte au manteau

Te prend les tripes

Ton corps attend sur place que la vapeur se fasse filiforme

Des toux d’automne et de tabac se chevauchent derrière toi

On s’insulte en se passant par les fenêtres des sacs disputés

Rien ne t’échappe comme si – mémoire nuit noire –

Le train va partir il est parti

Tu restes un moment sur le marchepied face au vent

Qui noie le corps de toute sa glace rouge

La mécanique engendre un thrène baroque fatal

Vibrations d’un gigantesque insecte nocturne

Tu t’engouffres dans le couloir qui pue le tissu humide et les habitudes crasses

Et n’entends plus sur fond de craquements assourdis

Que les rames lentes de la barque

Qui de sa proue mord l’espace vague

– Cadence muette –

Et résigné

Tu baisses le front

3 réflexions au sujet de « Vers le front (déc.17) »

  1. Zur Front (Dezember 1917)

    Tief atmend, schrill ins Vertikale dann pfeift
    Im ausgehenden November der Zug
    Dein Schaudern beim bloßen Hauch von Dampf
    Alarm Alarm
    Du ziehst den Kragen hoch
    Dürftiger Schutz vor der Kälte, die kommt
    Reibst dir Flugasche aus den Augen
    Bereits schwarz geworden, die Finger
    Plötzlich nichts als dichter Nebel
    Macht sich mürrisch über die Stiefel her
    Zieht sich am Mantel empor
    Benimmt dir die Eingeweide
    Ausharren im Körper, dass sich der Schwaden verzieht
    Hinter dir Herbsthusten, Tabakhusten, das überlappt sich
    Rüpelworte, als man sich streitige Taschen durchs Fenster reicht
    Nichts entgeht dir, wie als wenn – schwarze Gedächtnisnacht –
    Der Zug fährt an, ist abgefahren
    Dann auf dem Trittbrett ein Weilchen noch im Wind
    Umschwemmt als roter Eisschwall Haut und Haar und alles
    Und die Mechanik singt dazu – barocke Threnodien
    Schwingungen eines gigantischen Nachtinsekts
    Du eilst in den Gang – Gestank nasser Kleider, schmutziger Gewohnheiten
    Vor dem Hintergrund dumpfen Knatterns sind nur noch
    Zu hören die langsamen Ruder des Bootes
    Die den Bug ins Vage vorstoßen lassen
    – Stumme Kadenz –
    Und resigniert
    Läßt du die Stirne sinken

    https://parallalie.de/20181103/zur-front-dezember-1917/

  2. Das Ende, ab « Schwingungen eines gigantischen Nachtinsekts » bis « die Stirne sinken »…, was Sie damit geschafft haben, gefällt mir ausserordentlich, als hätte plötzlich das Deutsche eine grössere Kraft…

  3. Nun, Kraft wollte ich nicht wirklich vermitteln, zumal keine « deutsche »… Eher der Versuch, in die von Ihnen geschaffenen Bilder einzutauchen, und sie in solchen deutschen Worten wieder auftauchen zu lassen, die Ihre Bilder am besten zu evozieren vermögen. Das wäre auch ein Leitfaden für eine eventuelle Überarbeitung. Danke!

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