Les fiancées d’Hurtebise (Nov.17)

Quand la brume s’y met

Comme on le dit de la gale et des poux

Des silhouettes vacillantes se pressent en foule au Chemin des Dames

Ce sont les fiancées d’Hurtebise

Qui chaque novembre reviennent maudire leur injustice

Promises

Amoureuses

Amantes

Elles soufflent devant elles leur tempête virginale

Chaque pas qu’elles posent fait trembler la terre

Où reposent à jamais leurs hommes perdus

Elles n’implorent ni dieu ni ciel

Elles avancent au rythme de leur colère

Et gare à celui qui traîne au Chemin

Le voilà bientôt pétrifié de giboulées noires

Englouti par le blizzard de minuit

Des vagues de jeunes femmes se succèdent

Grondent crient hurlent

Où sont nos promis nos amants et leurs corps

 

La bise mord voracement mes joues

Je me plaque contre le mur du cimetière

Et prie le ciel

Que la tornade m’épargne.

5 réflexions au sujet de « Les fiancées d’Hurtebise (Nov.17) »

  1. Ich hoffe, es geht so. Es war eigentlich neu zu erfinden. Am Anfang eine kleine Anspielung auf Matthias Claudius « Der Mond ist aufgegangen » usw. (liebe ich sehr, dieses Lied), um ihn dann zu ironisieren:

    Die Bräute (November 1917)

    Wenn der weiße Nebel steiget…
    Wunderbar? Nein, wie Krätze und Läuse
    Ein Stoßen und Drängeln hebt an auf dem Chemin des Dames
    Die Bräute sind’s von Hurtebise
    Immer wieder im November, sie fluchen und fluchen
    Sie, Verlobte
    Sie, Liebende
    Sie, Geliebte
    Ungewitter, jungfräulich, wirbelt
    Aus jedem Schritt, lassen Erde erzittern
    Die in ihr liegen, die Männer, ihr war einmal
    Flehen weder Gott noch Himmel an
    Ihr Schreiten skandiert ein Fuchsteufelswild
    Und weh dem, der sich vertrödelt auf dem Chemin
    Schwarz gehagelt, von Schloßen erschlagen
    Verschluckt vom Mitternachtssturm
    Junge Frauen, immer wieder, wie Wellen
    Knurren und schreien und heulen
    Wo die Verlobten, was Leib uns und Lieb’ ist gewesen?

    Unersättlich der beißende Kuß in die Wange
    Ich lehne mich gegen die Friedhofsmauer
    Sonst bin, in dem Wirbel, ich vollends verloren.

  2. ich hatte eine Zeile versehentlich übersprungen: « et prie le ciel »… die wurde jetzt « sei Himmel, mir gnädig »…

  3. Eine wunderschöne Fassung;sich in der anderen Sprache zu lesen, ist faszinierend. Ich bin’s, und bin es nicht, und bin’s schliesslich ! Wie im Spiegel…

  4. Ich verstehe, was Sie meinen. Ich habe eine Zeit lang versucht, mich selbst ins Italienische oder aus dem Italienischen ins Deutsche zu übersetzen: um dann festzustellen, jede Sprache stellt andere Weichen… und so sieht man sich spiegel-verkehrt, ohne dass da etwas Falsches wäre.

  5. ja, das habe ich so gerne, die Magie der Sprache im lateinischen(Französisch) im Germanischen zu lesen, oh, diese Weiche, die so leicht und delikat ist, und in unserem (Miss)verständnis und in den Klammern beruht, und den Kreis der Leser erweitert; zuletzt endlich frage ich mich: « Wie ist es möglich? » und die Antwort: « Es ist möglich » und DAS ist erstaunlich.

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