Les Fleurs de Germain / Germains Blumen (Nov.17)

Voici le deuxième poème traduit en Allemand par Helmut Schulze. Retrouvez également Chemin des Dames


(cette inscription se trouve sur un mur de Mons en Laonnois encore aujourd’hui en 2018; elle a été faite par un soldat durant l’occupation de Laon et de ses environs par les soldats allemands entre 1914 et 1918)

Germain
Permets que je porte un peu les fleurs poussées dans ton jardin
Je veux être avec toi lorsque les pétales
Sur la glace de la dalle
Effleureront les feuilles brunes d’où l’inspiration renaîtra
Au plein de novembre
Le onze bien sûr mais aussi aux alentours
Armistice tache d’huile
Un bonheur petit va faire sa fête de paix
Vois l’Ailette cicatrice devenue ce lac légèrement lesté de voiles
Et les cycles qui se croisent là-bas
Sonnettes faciles cris d’enfants en lieu et place des plaintes aux deuils fous
Les petits courent sur la grève pour se jeter dans les bras de leurs pères
Ces jeunes hommes non morts non mitraillés non fusillés
Qui tournent le dos au vieux siècle
Et disent bonjour à leur vie
Sans besoin du casque ferraillant ou de bêtes molletières
Germain
Dépose tes fleurs avec moi
Je les saluerai chaque jour lorsque tu seras rentré au pays
Ne t’en fais pas
Dépose tes fleurs
Tranquille
Je m’en occupe
Je les ferai bouffer du bout des doigts
Elles feront joli dans l’hiver
Je suis à deux pas.
Germain
Laß, daß ich ein Weilchen die Blumen trage, die in deinem Garten gediehen
Ich will bei dir sein, wenn die Blütenblätter
Auf dem Eis der Steinplatte
Die braunen Blätter leicht berühren, und das Atmen wieder beginnt
Mitten im November
Am elften, sicher, auch um den elften herum
Waffenstillstand, und um sich greift
ein kleines Glück mit seinem Friedensfest
Sieh die Ailette, Narbe, die zu diesem See geworden, gespickt mit Segeln
Und die Fahrräder, die dort unten einander kreuzen
Kindergeschrei wie Schellengeläut statt rasender TrauerklagenDie Kleinen laufen am Strand den Vätern in die Arme
Diese nicht toten, nicht durchsiebten, nicht füsilierten jungen Männer,
Die dem alten Jahrhundert den Rücken kehren
Und Hallo sagen zu ihrem Leben
Ganz ohne Schutzhelm und Wickelgamaschen
Germain
Leg deine Blumen mit mir nieder
Ich werde sie täglich grüßen, wenn du zurück sein wirst in der Heimat
Mach dir keine Sorgen
Leg deine Blumen nieder
Ich kümmere mich darum
Ganz sacht, ganz wie mit Fingerspitzen
Sie werden hübsch aussehen im Winter
Ich wohn’ gleich um die Ecke

7 réflexions au sujet de « Les Fleurs de Germain / Germains Blumen (Nov.17) »

  1. Diese Fassung finde ich einwandfrei. lch bin tief gerührt, wie zum Beispiel bei der « bouffer du bout des doigts », wo die « Fingerspitzen » sehr schön klingen. Alles gefällt mir.

    Was « Le Chemin des Dames » Damenweg betrifft, scheint es mir nicht möglich, « Damenweg » so zu lassen. In den deutschen Geschichtsbüchern klingt le Chemin des Dames mit grossen Buchstaben so wie es im Französichen besteht. Manchmal in anderen Gedichten spreche ich nur vom « Chemin » es ist nämcih ein historischer Ort und sollte im Deutschen wie im Französischen so bleiben wie es ist, und braucht nicht übersetzt zu werden. Was halten Sie davon?

  2. Danke, obwohl mit der Kombination « bouffer » und « bout des doigts » Schwierigkeiten hatte. Ich ließ es dann bei der Idee der « Behutsamkeit » (wohl mit der Erinnerung). Der deutsche Text erscheint leider als eine lange Schlange von Einzelbuchstaben.
    Ich stelle ihn hier noch einmal ein:

    Germain
    Laß, daß ich ein Weilchen die Blumen trage, die in deinem Garten gediehen
    Ich will bei dir sein, wenn die Blütenblätter
    Auf dem Eis der Steinplatte
    Die braunen Blätter leicht berühren, und das Atmen wieder beginnt
    Mitten im November
    Am elften, sicher, auch um den elften herum
    Waffenstillstand, und um sich greift
    ein kleines Glück mit seinem Friedensfest
    Sieh die Ailette, Narbe, die zu diesem See geworden, gespickt mit Segeln
    Und die Fahrräder, die dort unten einander kreuzen
    Kindergeschrei wie Schellengeläut statt rasender Trauerklagen
    Die Kleinen laufen am Strand den Vätern in die Arme
    Diese nicht toten, nicht durchsiebten, nicht füsilierten jungen Männer,
    Die dem alten Jahrhundert den Rücken kehren
    Und Hallo sagen zu ihrem Leben
    Ganz ohne Schutzhelm und Wickelgamaschen
    Germain
    Leg deine Blumen mit mir nieder
    Ich werde sie täglich grüßen, wenn du zurück sein wirst in der Heimat
    Mach dir keine Sorgen
    Leg deine Blumen nieder
    Ich kümmere mich darum
    Ganz sacht, ganz wie mit Fingerspitzen
    Sie werden hübsch aussehen im Winter
    Ich wohn’ gleich um die Ecke

  3. « Ganz sacht, ganz wie mit Fingerspitzen », ist perfekt. Ich mag auch sehr das Abfallen des « e » in « ich wohn' » im letzten Vers. Dieses zurück zum Alltag wird vortrefflich hervorgehoben.

  4. Das mit dem « Chemin » habe ich erst jetzt gelesen. Danke für den Hinweis. Wäre also die Nummer 1 zu revidieren. Das ist aber kein Problem. Ich muß mich dort noch peu à peu zurechtfinden.

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