Sur le Chemin des Dames / Auf dem Chemin des Dames (Nov. 17)

Voici le premier poème traduit en Allemand par Helmut Schulze. Retrouvez également Les Fleurs de Germains


(cette inscription se trouve sur un mur de Mons en Laonnois encore aujourd’hui en 2018; elle a été faite par un soldat durant l’occupation de Laon et de ses environs par les soldats allemands entre 1914 et 1918)

Sur le Chemin des DamesUn vol d’oiseaux passe dans le ciel
J’entends le souffle de leurs ailes dans le silence du vallon
Comme une page qu’on tourne
Et je songe qu’au lieu de lutter contre le vent les rémiges aspirent l’air sous elles
Se laissent porter
Rêve d’écrivain une fois lancé qui ne veut plus jamais poser la plume et renaude
A revenir au plein du jour conscient
D’autant que le vent fait retour
Au mille des feuilles affolées quoique mortes
Les tas formés au long des troncs vont faire leurs tendresses ailleurs
Feuilles qui cachèrent les appels des bêtes
Et regrettent (c’était mieux avant) le temps où l’on se dévorait à cru
Non ce n’est plus le temps des meurtres appuyés d’artillerie
Les saisons sont revenues
Nous n’irons plus au bois massacrer les cousins
Au Chemin des Dames roule la paix
Enfin.

Auf dem Chemin des DamesEin Vogelflug oben im Himmel
Unten im Tal am Ohr das Atmen der Flügel
Das Umblättern einer Seite
Und träume, wie die Schwungfedern, statt gegen den Wind zu kämpfen,
Die Luft unter sich ansaugen,
Sich tragen lassen
Schreibertraum, einmal losgelassen, keine Feder mehr aufs Papier zu setzen und hadern
Mit der Bewußtheit eines Mitten-im-Tag
Um so mehr, als der Wind wieder fährt
Ins wie auch immer tote Tausendlaub
Die Haufen an den Stämmen schmiegen sich ihnen im Anders an
Laub, das den Lockruf der Bestien verbarg
Und bedauern (früher war’s besser) die Zeiten, wo man sich mit Haut und Haar verschlang
Nein, es ist nicht mehr die Zeit der Mord säenden Geschützfeuer
Die Jahreszeiten sind wieder da
Wir werden nicht mehr in den Wald gehen, unsere Cousins zu metzeln
Auf dem Chemin des Dames herrscht Frieden
Schließlich und endlich.

Une réflexion au sujet de « Sur le Chemin des Dames / Auf dem Chemin des Dames (Nov. 17) »

  1. Auf dem Chemin des Dames

    Ein Vogelflug oben im Himmel
    Unten im Tal am Ohr das Atmen der Flügel
    Das Umblättern einer Seite
    Und träume, wie die Schwungfedern, statt gegen den Wind zu kämpfen,
    Die Luft unter sich ansaugen,
    Sich tragen lassen
    Schreibertraum, einmal losgelassen, keine Feder mehr aufs Papier zu setzen und hadern
    Mit der Bewußtheit eines Mitten-im-Tag
    Um so mehr, als der Wind wieder fährt
    Ins wie auch immer tote Tausendlaub
    Die Haufen an den Stämmen schmiegen sich ihnen im Anders an
    Laub, das den Lockruf der Bestien verbarg
    Und bedauern (früher war’s besser) die Zeiten, wo man sich mit Haut und Haar verschlang
    Nein, es ist nicht mehr die Zeit der Mord säenden Geschützfeuer
    Die Jahreszeiten sind wieder da
    Wir werden nicht mehr in den Wald gehen, unsere Cousins zu metzeln
    Auf dem Chemin des Dames herrscht Frieden
    Schließlich und endlich.

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