juin je n’entrerai jamais au temple où tout s’éclaire l’amplitude des bras des grands devenus où le bricolage buté des générations l’automne en juin |
juniich werde in den tempel niemals eintreten, wo sich alles klärt die schwingungen der arme der bereits grossen das störrische basteln der generationen der herbst im juni Übersetzung von Cellini |
juin 26


#1 par cellini le 26 de juin de 2009
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ich werde in den tempel niemals eintreten, wo sich alles klärt
mein papierdünnes schicksal
werden unter den schachtelhalmen die knopsen aussäen?
ich könnte es nicht sagen
die jugend versank so tief im sumpf
alle meine jahre sehe ich
die zuneigung, die ich machte, tut kindern gewalt an,
so unerwartet
die schwingungen der arme der bereits großen
die blaugrünen augen einer schönen
die freie dankbarkeit derjenigen, die lebendig ist,
die weit ging
die letzte möglichkeit des orients in den osten zu schwärmen
sie überschwemmen meinen sturm der herausforderung
in eines duftes überfluß
die aus den kleidern störrisch gewachsene generation
geht mit einem lachen aus
während ich zum unbekannten vorgehe
der herbst im juni
hat wunderbare gerüche
(de carton = pappkarton… ich wußte es nicht anders auszudrücken, « mein pappschicksal » klingt nicht sehr schön.)
#2 par Noël le 26 de juin de 2009
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Quel bel hommage !
#3 par Raymond Prunier le 27 de juin de 2009
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@Cellini
Manchmal sind Ihre Lösungen besser als der Text selbst! Für « papierdünn » bin ich total einverstanden. « der bereits grossen » ist sehr gut gelungen! « Uberschwemmen » und « überfluss » entsprechen genau meinen Träumereien.
Recht vielen Dank!
Darf ich aber trotzdem einiges vorschlagen (wortwörtlich !)? Der dritte Vers: wird unter den Schachtelhalmen den Schlüsselblumen vergehen…Subjekt ist : Schicksal. Vers7: die gewaltige Zuneigung zu den Kindern die ich machte. Vers 11: der offene Fluss aus Dankbarkeit von dem, der lebhaft/ weithin ging. (celui vif: zeigt, dass es um einen Jungen geht). Vers 13: die letzte orientale (es geht um die letzte Tochter, die in Japan lebt) die im Morgenland schwärmt. Vers 15: mit einem duften überfluss. Vers 16: wo das störrische basteln der generationen
Ich finde Ihr Ende wertvoll. Sie haben sehr gut verstanden, dass das Wort « procède » dem deutschen « vorgehen » entspricht, und da bin ich sehr erstaunt, denn viele Franzosen haben davon keine Ahnung ! Dieses Verb habe ich Paul Valery entnommen: »Tes pas, enfants de mon silence/ procèdent muets et glacés ».
Ich weiss nicht warum das Ende für mich als Franzosen im Deutschen so schön klingt… das haben Sie aber vortrefflich gemacht. Noch einmal herzlichen Dank !
#4 par Raymond Prunier le 27 de juin de 2009
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@Noël
Très bien vu. C’est un hommage en effet. Merci !
#5 par cellini le 27 de juin de 2009
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Ganz vielen Dank Monsieur Prunier!
ich werde in den tempel niemals eintreten, wo sich alles klärt
mein papierdünnes schicksal
wird unter den schachtelhalmen den schlüsselblumen vergehen
ich könnte es nicht sagen
die jugend versank so tief im sumpf
alle meine jahre sehe ich
die gewaltige zuneigung zu den kindern, die ich machte
so unerwartet
die schwingungen der arme der bereits grossen
die blaugrünen augen einer schönen
der offene fluß aus dankbarkeit von dem, der lebhaft ging
die letzte orientale, die im morgenland schwärmt
sie überschwemmen meinen sturm der herausforderung
mit einem duften überfluss
das störrische basteln der generationen
geht mit einem lachen aus
während ich zum unbekannten vorgehe
der herbst im juni
hat wunderbare gerüche
anderer gedanke:
wo das störrische basteln der generationen
mit einem lachen ausgeht
gehe ich zum unbekannten vor
Ich würde gern (wenn ich die Zeit hab), ab und an einen Text von Ihnen übersetzen. Es ist eine völlig andere Art und Weise, eine fremde Sprache zu lernen, die die zu lernenden Vokabeln gut im Gehirn verankert, selbst dann, wenn man die Worte noch garnicht aussprechen kann. Man nimmt also den Sinn der Worte der Aussprache vorweg, weiß dann, wenn man lernt es auszusprechen auch gleich, was es bedeuten kann.
Noch einmal vielen Dank an Sie.
Cellini
#6 par Raymond Prunier le 27 de juin de 2009
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@Cellini
Die Fassung gefällt mir sehr ! Ich würde noch eine Kleinigkeit vorschlagen: Vers 11: der offene Fluss aus Dankbarkeit von dem, der lebhaft/ so weit ging (behalten wir die zwei Zeilen wie im Französischen…?).
Ihr erster Vorschlag mit « während » scheint mir besser zu klingen, als Ihr anderer Gedanke; aber das wissen Sie besser als ich.
Als ich das Gedicht schrieb, hatte ich einen einzigen Fluss im Sinne, abgesehen von den letzten zwei Zeilen; ein einziger Absatz scheint mir besser. Sie werden mir aber sagen, wie es im Deutschen klingen kann.
Ich kann Sie nur ermutigen, denn so kann « Ich » selber mein Gedicht betrachten. Die Distanz, die Sie schaffen, hilt mir sehr. Was Sie aber ebenfalls von der Ausprache sagen, ist selbstverständlich das Wichtigste. Danke! Eine Übersetzung in diesem Sinne ist wie die interpretation eines Musikstücks von verschiedenen Interpreten.. so sehe ich das wenigstens.
Ich danke Ihnen sehr !
#7 par cellini le 27 de juin de 2009
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Schauen Sie es sich in beiden Versionen an….
ich werde in den tempel niemals eintreten, wo sich alles klärt
mein papierdünnes schicksal
wird unter den schachtelhalmen den schlüsselblumen vergehen
ich könnte es nicht sagen
die jugend versank so tief im sumpf
alle meine jahre sehe ich
die gewaltige zuneigung zu den kindern, die ich machte
so unerwartet
die schwingungen der arme der bereits grossen
die blaugrünen augen einer schönen
der offene fluß aus dankbarkeit von dem, der lebhaft
so weit ging
die letzte orientale, die im morgenland schwärmt
sie überschwemmen meinen sturm der herausforderung
mit einem duften überfluss
das störrische basteln der generationen
geht mit einem lachen aus
während ich zum unbekannten vorgehe
der herbst im juni
hat wunderbare gerüche
ich werde in den tempel niemals eintreten, wo sich alles klärt
mein papierdünnes schicksal
wird unter den schachtelhalmen den schlüsselblumen vergehen
ich könnte es nicht sagen
die jugend versank so tief im sumpf
alle meine jahre sehe ich
die gewaltige zuneigung zu den kindern, die ich machte
so unerwartet
die schwingungen der arme der bereits grossen
die blaugrünen augen einer schönen
der offene fluß aus dankbarkeit von dem, der lebhaft
so weit ging
die letzte orientale, die im morgenland schwärmt
sie überschwemmen meinen sturm der herausforderung
mit einem duften überfluss
das störrische basteln der generationen
geht mit einem lachen aus
während ich zum unbekannten vorgehe
der herbst im juni
hat wunderbare gerüche
(womit ich immer noch nicht zufrieden bin, ist vers 4. « ich könnt es nicht sagen ».. da überlege ich noch, ich schaue es mir jetzt eine weile immer wieder mal an.
#8 par cellini le 27 de juin de 2009
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Hmm.. ich hatte größere Abstände zwischen beiden Texten eingefügt… die Formatierung übernimmt das im Kommentar nicht. Ich habe mir beide ausgedruckt, so kann ich jeden Text für sich sehen.
Es ist mir eine Freude.
Cellini
#9 par Raymond Prunier le 29 de juin de 2009
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@Cellini
Es ist mir auch eine Freude ! Die zwei Fassungen finde ich ausserordentlich gut gelungen. ABER die zweite mit den Absätzen (also mit Strophen) gefällt mir besser. Für den Leser, um der Musik willen, klingt Ihr zweiter Vorschlag viel leichter. Die verschiedenen Etappen spürt man deutlicher und die letzten zwei Zeilen, werden besser vorbereitet. Ich würde also in der französischen Fassung auch die « Strophen » behalten. Ich will es mir aber noch überlegen… Ich glaube aber, dass Sie Recht haben.
« Ich könnte es nicht sagen »: deutet im ersten Sinne auf die Namen der Blumen, die man so leicht vergisst, hin; aber die Unschlüssigkeit (in der Schlüsselblume versteckt… was im Französichen nicht der Fall ist) wird in der deutschen Fassung hervorgehoben, was ja kein Nachteil ist… im Gegenteil ! Denn die Bewegung des Ganzen funktionniert so: es startet mit einem Zögern und endet mit einer Feststellung, und inzwischen wird die Existenz durch die Kinder verstärkt; das Lachen ist ein Zeichen der Gelassenheit.
In diesem Sinne ist der am Anfang stehende Ausdruck: « je ne saurais dire » sehr heikel zu widergeben. Normalerweise sagt man im Französischen: « ne pas »… und « je ne saurais dire » ist sehr gehobene Sprache, ein Ausdruck, den man selten benutzt. Deswegen ist er so schwer zu übertragen.
Wie kann ich Ihnen danken, diese für mich hervorragende Fassung gemacht zu haben ?
#10 par cellini le 29 de juin de 2009
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Ihre Bestätigung, und Ihre Zustimmung ist mir ganz viel Dank genug Monsieur Prunier!
Unschlüssigkeit in der Schlüsselblume versteckt… auf die Assoziation kam ich garnicht, klingt aber sehr schön. « ich könnte es nicht sagen », empfinde ich dann wirklich als passend, weil diese Unschlüssigkeit diese Feststellung birgt.
ich könnte………………………….. es nicht sagen.
Es freut mich sehr, dass Sie mit meiner Übersetzung einverstanden sind.
#11 par Raymond Prunier le 30 de juin de 2009
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@Cellini
Ja, behalten wir « ich könnte es nicht sagen »… klingt hier schön finde ich.
Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich die beiden Texte: meine Fassung und Ihre Übersetzung in den Blog nebeneinander schreiben ?
Machen wir weiter !
#12 par cellini le 30 de juin de 2009
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Natürlich habe ich nichts dagegen…. vielen Dank!